martedì 3 novembre 2020

Peter Schwarz gegen die Menschenrechtsverletzungen in der bundesdeutschen Psychiatrie - Brief an Bundestagabgeordneten Matthias W. Birkwald - Die Linke


 

Vorne Psychiatrieopfer Marco Müller, hinten von links: Peter Schwarz, Tatjana von Janso, Radiomacherin Sabrina Weber 

https://www.facebook.com/peter.schwarz.31149

Brief von Peter Schwarz an den Bundestagabgeordneten Matthias W. Birkwald 14. Mai 2020.

Sehr geehrter Herr Bundestagsabgeordneter Birkwald,

Ich mitbekommen hatte, dass die Linke sich für Betroffene von Mobbing einsetzt. Das ist schon mal sehr gut, dass mal eine Partei dieses Thema aufgreift. Aus der Sicht eines Betroffenen ist Mobbing politisch gewollt?
Genau so gibt es Missbrauch in Psychiatrien. Dieses Thema sollte auch mal eine Partei anpacken.
Im Februar veranstaltete die Linksfraktion im hessischen Landtag ein Fachgespräch zur Situation der Psychiatrie in Hessen mit vielen Expert*innen u.a. Dr. Martin Zinkler, Chefarzt der Psychiatrie Heidenheim und Betroffenen u.a. Gustl Mollath (Opfer eines Irrtums der bayerischen Justiz).

https://www.youtube.com/watch?v=vg9iDyYVLkM

Ich zeigte 2000 Zivilcourage und wurde in 2002 in einer Psychiatrie untergebracht, und wurde jahrelang zwangsbehandelt, bis ich ein Pflegefall wurde.
Der SWR strahlte bereits einen Film über die Folgen, der mir verabreichten Zwangsmedikamenten aus.
Unter Google findet sich noch jede Menge Links zu dem 6 min Video, man braucht sich nicht die SWR Mediathek anschauen.

Falsche Medikamentierung in der Psychiatrie | odysso | SWR ... Peter Schwarz wurde zehn Jahre lang zwangsweise mit Psychopharmaka behandelt und entwickelte schwere Bewegungsstörungen. Erst seit einer Gehirn-OP kann er sich wieder normal bewegen. ... Erst seit einer Gehirn-OP kann er sich wieder normal bewegen - 06.02.2020

Im Film sprechen auch die psychiatriekritischen Ärzte Dr.Dr. Jann Schlimme (Berlin) und Dr. Martin Zinkler Chefarzt der Psychiatrie des Klinikums Heidenheim, die Menschenrechtsverletzungen in der bundesdeutschen Psychiatrie deutlich monieren.
Wer zwangsweise in die Hände von Psychiatern gelangt, bedeutet nur in wenigen Fällen eine Gefahr für die Allgemeinheit. Im Prinzip kann es jeden treffen, der Willkür von Gutachtern, Ärzten und schlecht ausgebildetem Pflegepersonal ausgesetzt zu sein. Oft wenden sich die Betroffenen selbst in ihrer Not an einen Arzt ihres Vertrauens, weil sie ernsthafte Probleme haben. Die Lösung lautet standardmäßig erst einmal ein paar Wochen Arbeitsunfähigkeit, eventuell stationäre Aufnahme, aber grundsätzlich medikamentöse Behandlung. Und diese hat meist schwerwiegende Folgen.
Mein Fall ist einer von vielen, der exemplarisch für die menschenverachtenden Behandlungsmethoden der „modernen“ Psychiatrie steht. Nur selten wird darüber so ausführlich berichtet, Konsequenzen für die Praxis müssen die Psychokliniken allerdings wohl kaum befürchten. Ausnahmen bestätigen die Regel. Ich hatte Glück im Unglück und traf auf einen Gutachter, dem es wirklich einmal um das Wohl seines Patienten ging.
Anders als Gustl Mollath konnte ich mich nicht gegen die Medikation wehren und trug so schwere Langzeitschäden davon, die mit einer Hirn-OP gelindert werden konnten.
Mit der Justiz hatte ich ähnliches erlebt wie Gustl Mollath. Ich habe einiges erlebt und kann über sehr viel Unrecht berichten. Anwälte durften nichts tun. Auch andere Opfer schilderten, dass es eine übliche Praxis sei.
Mit einer Zwangsbehandlung folgt meist eine Erniedrigung und Entrechtung. Ich wurde unter gerichtlich angeordneter Betreuung gestellt, diese taten nicht zu meinem Wohl bei. Ich wurde finanziell und gesundheitlich geschädigt und war diesen Betreuer schutzlos ausgeliefert. Die Betreuer betrieben Rechtsverstösse, Rechtsbeugungen,u.v.m. Beschwerden waren zwecklos, Strafanzeigen wurden ohne Aussagen eingestellt.
Solche Missbräuche und Menschenrechtsverletzungen gäbe es zu Hauff...?
Heute bekam ich einen Bericht zur Defination der Grundrechte aus dem Focus zu lesen. Focus liefert eine Definition für den Ausdruck und erklären die Bedeutung Rechtsstaat....
Außerdem müssen für alle Bürger die Grundrechte gelten.
Damit der Staat sich auch an die Gesetze hält, gibt es Gerichte, die die Handlungen der Regierung überprüfen. Ein besonders wichtiger Aspekt ist hier die Gewaltenteilung: Diese besagt, dass Gesetzgebung, Gesetzesführung und Rechtsprechung unabhängig sind und sich gegenseitig kontrollieren.
Der dritte wichtige Aspekt der Rechtsstaatlichkeit sind die Grundrechte. Die Grundrechte gelten für alle Menschen und dürfen nicht eingeschränkt werden. Auch die Regierung oder staatliche Einrichtungen können sich über diese Rechte nicht hinwegsetzen.
Beschwerden beim BVerfGG werden meist, wie in meinem Fall, nicht angenommen.Die Landes- und Bundesregierung gibt keine Stellungnahme hierzu. Sie dürften sich nicht einmischen....
Das EMGR gibt keine Antwort auf meine Beschwerde. Menschenrechtsvereinigungen möchten sich auch nicht bemühen.
Ich war mal Mitglied der Linken. War auch in der Ortsgruppe aktiv. Dem Landesvorstand ist mein Fall seit einiger Zeit bekannt.
Anbei ein Schreiben der Kanzlei von Prof. Dr. Thieler, mein Fall sei skandalös, aber Medien wollen bzw. dürfen nicht berichten.
„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“

– Art. 1 AEMR[2]: Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Ein freundlicher Gruß aus Beckingen

Peter Schwarz

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